In meinem Podcast «Mein Kind ist tot – wie weiter?» spreche ich mit vielen betroffenen Eltern über ihr Schicksal, und ich werde oft gefragt, warum ich das mache. Ich bin überzeugt, dass es für Familien, die ein ähnliches Schicksal erlebt haben, enorm wichtig ist, andere Betroffene und deren Geschichten zu hören. Wenn ein Kind stirbt, braucht man mehr als nur Zeit zum Trauern. Man braucht Menschen, die Ähnliches erlebt haben, um sich verstanden zu fühlen – in der Art, wie man trauert, und mit den damit verbundenen Emotionen. Zudem hat man durch die vielen Geschichten die Möglichkeit, bei anderen reinzuhören; und ja, wer weiss vielleicht kann man sich so das eine oder andere für sich im Traueralltag mitnehmen. Wenn das eigene Kind stirbt, müssen wir auch unsere Zukunft opfern. Alles ist auf einmal anders und muss neu sortiert werden. Mein Podcast gibt Menschen die Möglichkeit, sich zu vernetzen, sich auszutauschen, aufzuklären – und er schenkt einem in einem Moment, in dem man eventuell denkt, es geht nicht mehr weiter, Hoffnung, weil andere denselben Weg schon gegangen sind. Darum ist es mir umso wichtiger zu zeigen, dass es auch nach dem Verlust eines Kindes irgendwie weitergehen kann und dass man wieder schöne Momente erleben und fühlen darf.







